Buchempfehlung: Wo stehen hier die E-Books?

Einige von euch lesen bereits fleißig meine Rubrik “Ein Schwank aus meinem Leben…”. Ich erzähle von den vielen, leider, teils eigenartigen Ereignissen in meinem Leben als Bibliotheksmitarbeiter. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich vor Kurzem auf das Buch “Wo stehen hier die E-Books?” von Monika Reiprecht.
Sie fasst in diesem Buch die kuriosesten Anfragen von Benützerinnen und Benützern bei den Büchereien Wien zusammen – und davon gibt es sehr viele!

„Autor und Titel weiß ich nicht, aber es ist grün und ein Bett ist drauf.“

Es gibt glaube ich keine Person, die an einem Servicedesk arbeitet und noch nie eine etwas dämlich wirkende Frage gestellt bekommen hat, aber zurück zum Buch.
Dieses Buch eignet sich hervorragend für Personen, die häufig nur kurz Zeit haben, um ein Paar Seiten zu lesen, da es sich primär um kleinere Konversationen handelt. Ich muss gestehen, dass ich manche Kommentare einer Benützerin oder einem Benützer nicht so entgegen gebracht hätte, da sie mir als zu frech erscheinen.

Das Buch ist im Milena Verlag erschienen und kann für 17,90€ im Buchhandel eures Vertrauens erworben werden. Keine Lust vor die Tür zu gehen? Es ist auch als E-Book erhältlich. 😉

Titel: Wo stehen hier die E-Books?
Autorin: Monika Reiprecht
ISBN: 978-3-90295-024-6
Bestellen

Was heißt nochmals… auf Englisch? – Teil 1 von der unendlichen Geschichte

Wir alle waren sicher schon einmal in folgender Situation: die Tür geht auf oder das Telefon klingelt und von einem Moment auf den anderen wird eine Fremdsprache gesprochen. Unangenehm? Das muss es nicht sein! Mit ein bisschen Übung, (an)trainierter Wortgewandtheit wird das Sprechen in einer anderen Sprache fast schon zu etwas alltäglichen. Um euch ein bisschen weiterzuhelfen, habe ich ein paar Sätze, u.a. auch mithilfe diverser Skripten, zusammen getragen. Ich werde ab jetzt immer wieder neue Phrasen in Beiträgen für Euch posten. Falls ihr Fragen, Anregungen oder Wünsche zu bestimmten Themen habt, könnt ihr sie mir sehr gerne schreiben.
Gerade im universitären oder auch im musealen Umfeld könnt ihr Euch speziell vor Englisch nicht drücken – es führt kein Weg daran vorbei. 😉

“Um einen Bibliotheksausweis zu bekommen, müssen Sie eine amtliche Meldebestätigung/Meldezettel für eine österreichische Adresse vorweisen”
“In order to obtain a library card you must present proof/certificate of registration of a registered Austrian address.”

“Wenn Sie Bücher ausborgen möchten, benötigen Sie einen gültigen Bibliotheksausweis.”
“If you want to borrow some books, you need a valid library card.”

“Können Sie mir bitte einen Personalausweis/Studierendenausweis zeigen?”
“Could you please be so kind and show me your Identity Card/Student ID-Card”

“Bitte füllen Sie dieses Formular (in Grossbuchstaben) aus.”
“Please fill in this application form (in capital letters).”

“Bitte teilen Sie uns umgehend Adressenänderungen mit.”
“Please let us know of any change of address immediately.”

“Mit Unterschrift des Anmeldeformulars und des Bibliotheksausweises stimmen Sie der Benutzungsordnung der Bibliothek zu.”
“When you sign the application form and the Library card, you agree to the Library borrowing conditions.”

“Wir erheben eine jährliche Benutzungsgebühr von … Euro.”
“We charge an annual membership fee of … €.”

“Wenn Sie StudentIn in Österreich sind, müssen Sie keine Anmeldegebühr entrichten.”
“If you’re a Student in Austria, you don’t have to pay a membership fee.”

“Ihr Bibliotheksausweis ist ein Jahr gültig.”
“Your library card is valid for one year.”

“Wenn Sie Fragen haben, können Sie uns diese jederzeit stellen.”
“If you have any questions, feel free to ask us.”

“Entschuldigung, die Tasche muss bitte außerhalb der Bibliothek gelassen werden.”
“Excuse me, please leave your baggage outside the library.”

“Sie können die Schließfächer mit ihrem Ausweis bedienen.”
“You can use the lockers with your library card.”

“Liebe BenützerInnen! Die Bibliothek schließt in einigen Minuten. Bitte begeben Sie sich zu den Ausgängen. Danke!”
“Dear Costumers! The library will be closed in a few minutes. Please be so kind and slowly move to the exits. Thank you!”

“Achtung! Dies ist ein Räumungsalarm! Bitte verlassen Sie die Bibliothek über die Fluchtwege!”
“Attention please! This is an evacuation! Please leave the library through the rescue path/exit gates”

“Es tut mir leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass ihr Bibliotheksausweis nicht mehr gültig ist.”
“I’m sorry to tell you, that your library card is not valid (at the moment).”

“Wenn Sie die Karte verlängern möchten, bräuchte ich bitte Ihren Studierendenausweis.”
“If you want to prolong the card, you have to show me your student ID-Card.”

“Es ist kostenlos.”
“It’s free of charge.”

“Wir haben leider keine durchsichtigen Tragetaschen mehr.”
“Sorry, but the transparent plastic bags are finish/not available.”

Ein Schwank aus meinem Leben #2

Heute möchte ich Euch wieder einen kleinen Einblick in die Welt der Benützerinnenbetreuung geben. Situationen die für manche als Selbstverständlichkeit gelten oder einfach den Alltag wieder spiegeln, stellen für so einige eine schier unlösbare Geschichte dar.
Es ergeben sich immer wieder die kuriosesten Konversationen, lustige Erlebnisse oder einfach nur die Bestätigung der letzten Pisa-Studie.

Bibliothekarin: “Verzeihen Sie, aber das Sackerl darf nicht mit in die Bibliothek genommen werden.”
Student: “Wieso? Das ist ein leeres Sackerl mit einem Ding drinnen.”

Student: “Was ist die Polizei vom 22. Bezirk?”
Bibliothekar: “Kann es sein, dass Sie die Postleitzahl meinen? Die wäre 1-2-2-0.”
Student: “So heißt das Wort!”
-Während dem eintippen der Adresse in das Bibliothekssystem folgte eine Anmerkung des Studenten-
Student: “Die Straße ist in Wien.”
Bibliothekar: “Dürfte ich Sie bitten Ihre Matrikelnummer noch hinzuschreiben.”
Student: “Ich kann mir die nicht merken, das sind so viele verschiedene Zahlen.”

Telefonische Anfrage zum Thema verspätete Buchrückgabe (nach einer längeren Konversation):
Studentin: “Ich kann die Bücher wirklich nicht retournieren.”
Bibliothekarin: “Haben Sie vielleicht die Möglichkeit, dass jemand aus Ihrem Bekanntenkreis oder Ihre Mutter die Bücher für Sie retourniert?”
Studentin: “Das geht doch nicht, die ist über 50.”
Bibliothekarin: “Ich bin selber auch Mutter und über 50.”
Studentin: “Ich werde eine Email schreiben. Im schreiben bin ich besser, als im reden.”

Security: “Den Rucksack müssen Sie bitte im Spindt einsperren.”
Student: “Den ganzen?”

Ja, die Liste ist lang. Und das Tagebuch noch lange nicht zu Ende. Habt ihr auch solche Erlebnisse? Dann her damit! Schickt mir eine Email und wenn ihr möchtet veröffentliche ich sie in meinem Blog.