Im Jahr 2011 entdeckte ich im Internet eine Aufnahme des Stadionkonzertes von Guus Meeuwis und ab diesem Zeitpunkt probierte ich es immer zu diesem jährlich stattfindenden Ereignis zu fahren. Manchmal ging es aus zeitlichen Gründen nicht, ein anderes Mal weil ich keine Karten bekam. Genau vier Jahr später schaffte ich es jedoch, gemeinsam mit meiner Partnerin Jasmin, Karten für die Jubiläumsausgabe im Philips Stadion in Eindhoven zu ergattern.

Nach ungefähr 12 Stunden Autofahrt, kamen wir in Eindhoven an und freuten uns schon sehr darauf unser Hotelzimmer zu beziehen. Wir lebten damals im Sandton Hotel entlang der Stratumsedijk. Die Zimmer bzw. das Hotel waren sehr gemütlich eingerichtet und der Herr an der Rezeption war so nett und erklärte uns den Weg zur nächst besten Parkgarage, da die Hoteleigene auf Grund des Konzerts bereits voll war. So konnten wir die Stadt gleich ein wenig erkunden. Nicht unweit vom Hotel befindet sich das Van Abbemuseum bzw. die Stratumseind, welche für ihre zahlreichen Diskotheken und Pubs berühmt ist.

Am nächsten Tag besuchten wir das DAF-Museum, dass ich jedem herzlichst empfehlen kann. In der unteren Etage befindet sich die Bus und LKW Ausstellung, welche zum erkunden mit allen Sinnen einlädt. Falls man Interesse hat, einen LKW von Innen anzusehen, braucht man nur das Personal fragen. Sofern es sich nicht um eine besondere Rarität handelt, ist dies ohne Probleme möglich (zumindest bei uns) und es wird einem alles sehr gut erklärt.
Am Abend war es dann soweit: das langersehnte Konzert von Guus Meeuwis fand statt. Die Stimmung war grandios und am Ende des Konzerts plauderten wir noch ein wenig mit einem Ordner. Er fragte uns, warum wir extra hierher gefahren sind und freute sich anschließend, dass die niederländische Musik auch über die Grenzen hinaus bekannt sei. Außerdem gab er uns wertvolle Tipps für Museen, die wir uns unbedingt ansehen sollten, solange wir noch in Eindhoven seien. Alles in allem war es ein mehr als gelungener Abend.

Tag 3: Am Sonntag stand wieder ein wenig Sightseeing und auch ein kleiner Einkaufstag am Programm. Am Sonntag? Ja! In Eindhoven haben zahlreiche Geschäfte auch am Sonntag geöffnet. Wir sprachen mit einer Niederländerin in einem Geschäft darüber, ob sie das nicht ein wenig störe, am Sonntag arbeiten gehen zu müssen. Sie meinte, dass es kein Problem sei und vor allem viele Studierende diese Möglichkeit nützen, um sich etwas dazuzuverdienen. Auch wenn es nett war, einkaufen zu gehen, so muss ich gestehen, dass es für mich nicht wirklich attraktiv wäre, regelmäßig am Sonntag arbeiten zu gehen.
Nach dem wir genügend Kleinigkeiten und vor allem Unsinnigkeiten erstanden haben, gingen wir weiter zum Philips Museum, denn wenn man schon in Eindhoven ist, ist ein Besuch in dieser Attraktion unabdingbar. Immerhin hat diese Firma die Geschichte der Stadt mehr als geprägt.
Wir wurden am Empfang sehr höflich empfangen, kauften uns zwei Tickets und begaben uns auf die Spuren der Firma Philips. Die Ausstellung ist nicht nur nach Themengebieten (Radio, Fernsehen, Medizin,…) gegliedert, sondern auch chronologisch aufgebaut. Als wir ungefähr im 19 Jahrhundert und der Herstellung von Glühbirnen ankamen, stießen wir auf einen älteren Herren, der uns auf niederländisch ein paar Dinge erklärte. Ich antwortete und sagte ihm, dass ich zwar ein bisschen niederländisch spreche, aber so gut wiederum auch nicht. Er fragte uns von wo wir kämen. “Oostenrijk”, antwortete ich. “Ah, dann reden wir einfach Deutsch weiter!”, erwiderte er und führte uns durch den Raum. Ein großes Dankeschön hierfür! 🙂

Leider kam auf Sonntag bereits bereits unser Abreisetag. Nach einem kleinen Spaziergang durch das Zentrum, nutzten wir noch die Gelegenheit und gingen zu Jumbo, einer niederländischen Supermarktkette, Lebensmittel für die Fahrt und natürlich auch ausreichend Käse für zu Hause einkaufen. Man weiß ja nie, wann man wieder einmal in den Niederlanden ist. 😉
Ich würde die Stadt Eindhoven auf jeden Fall allen Technik- bzw. Architekturliebhabern empfehlen. Es handelt sich um einer äußerst schöne Stadt, mit sehr freundlichen Einwohnern und gutem Essen.