In diese Stadt habe ich mich besonders verliebt. Während meiner Ausbildungszeit befasste ich mich intensiv mit der Geschichte und der Sprache der Niederländer und von Anfang an war mir klar: dort will ich hin!

Im Jahr 2011 war es dann soweit. Gemeinsam mit einem (jetzt ehemaligen) Arbeitskollegen flogen wir nach Amsterdam, um unsere Abschlussprüfung auf dem Megaevent “Sensation” in der Amsterdam ArenA zu feiern.
Am Flughafen Schiphol angekommen, entdeckten wir, dass in der Ankunftshalle ein Konzert der Blaskapelle der Amsterdamer Polizei statt fand. Geblendet durch die erste Begegnung und den sehr freundlichen Empfang, gingen wir zu dem großen Taxistand vor dem Flughafen. Ein Herr im Anzug sprach uns an, ob wir ein Taxi suchten und wenn ja, könnten wir mit ihm fahren. Gesagt getan. Ich suchte vor der Abfahrt noch am Fahrzeug die deutlich angebrachte Lizenz, damit wir ja nicht in die Falle eine Betrügers zu tappen. Die Fahrt war wirklich sehr angenehm – der Mercedes Bus angenehm klimatisiert. Beim Hotel angekommen, erfuhren wir den Preis von unserer 10 Minütigen fahrt. Ihr wollt ihn nicht wissen… soviel kann ich euch nur verraten: in Amsterdam richtet sich der Tarif nach der größte des Fahrzeuges. Umso kleiner das Fahrzeug, des günstiger der Tarif. Wir waren vielleicht eine Spur zu naiv, aber: er war höflich, das Fahrzeug sehr sauber und wir hatten Spaß. 😉

Wir checkten nach unserem VIP-Transfer im Hotel Tulip Inn Amsterdam Riverside ein und ließen uns von dem höflichen Team an der Rezeption den Weg zur nächsten U-Bahn Station erklären. Nach einer kurzen Verschnaufpause gingen wir los und fuhren mit der Metro Linie 53 von Gaasperplas zur Central Station (Hauptbahnhof). Von dort aus klapperten wir einen Teil der typischen Sehenswürdigkeiten ab – wie “0815” Touristen eben dies tun. Wir bewunderten von Anfang an die Weltoffenheit der Niederländerinnen und Niederländer. Kaum blickten wir ein wenig ratlos auf die Karte, kam von irgendwo bereits eine Hilfe her.
Als uns der Hunger überkam, kehrten wir in der Nähe der Nieuwe Kerk (“neue Kirche”) in das Lokal Grand Cafe Ovidius ein. Die Bedienung ist sehr höflich und das Essen sehr gut, also alles in allem sehr empfehlenswert. In der Nähe befinden sich zahlreiche weiter Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der Paleis op de Dam oder das Nationalmonument. Diese Attraktionen lassen sich zu Fuß ohne Umweg über den Damrak erreichen.

Nich unweit befindet sich auch eine der berühmtesten Viertel Amsterdams: das Rotlichtmilieu. Wir waren damals auf der Suche nach einer Sehenswürdigkeit sind mehrmals falsch abgebogen und schwuppdiwupp waren wir zwischen tausenden Bordellen. Interessant waren wahrscheinlich weniger die Frauen in den Schaufenstern, sondern viel mehr die Gesichter der Kunden. Die Gestik und Mimik derer reichte von “Shit, ich muss nach Hause. Meine Frau hat angerufen”, bis hin zu “Ich war nicht Kunde, sondern habe mich nur erkundigt”. Spannend.

Über die kulinarischen Raffinessen der Niederlande erzähle ich euch in Teil II.

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