Buchempfehlung: Wo stehen hier die E-Books?

Einige von euch lesen bereits fleißig meine Rubrik “Ein Schwank aus meinem Leben…”. Ich erzähle von den vielen, leider, teils eigenartigen Ereignissen in meinem Leben als Bibliotheksmitarbeiter. Umso mehr hat es mich gefreut, als ich vor Kurzem auf das Buch “Wo stehen hier die E-Books?” von Monika Reiprecht.
Sie fasst in diesem Buch die kuriosesten Anfragen von Benützerinnen und Benützern bei den Büchereien Wien zusammen – und davon gibt es sehr viele!

„Autor und Titel weiß ich nicht, aber es ist grün und ein Bett ist drauf.“

Es gibt glaube ich keine Person, die an einem Servicedesk arbeitet und noch nie eine etwas dämlich wirkende Frage gestellt bekommen hat, aber zurück zum Buch.
Dieses Buch eignet sich hervorragend für Personen, die häufig nur kurz Zeit haben, um ein Paar Seiten zu lesen, da es sich primär um kleinere Konversationen handelt. Ich muss gestehen, dass ich manche Kommentare einer Benützerin oder einem Benützer nicht so entgegen gebracht hätte, da sie mir als zu frech erscheinen.

Das Buch ist im Milena Verlag erschienen und kann für 17,90€ im Buchhandel eures Vertrauens erworben werden. Keine Lust vor die Tür zu gehen? Es ist auch als E-Book erhältlich. 😉

Titel: Wo stehen hier die E-Books?
Autorin: Monika Reiprecht
ISBN: 978-3-90295-024-6
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Durch’s lernen kommen d’Leut zam!

Ich durfte im Jahr 2015 bereits zum zweiten Mal den Vorbereitungskurs zur Lehrabschlussprüfung für den Beruf “Archiv-, Bibliotheks- und InformationsassistentIn” abhalten. Es freut mich jedes Mal sehr, wenn ich durchwegs positives Feedback bekomme.
Daher die meisten Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Bundesländern Österreichs kommen, ist es nicht immer einfach zu lernen. Es ist ja schließlich nicht möglich, sich schnell irgendwo zu treffen und gemeinsam zu lernen. Aus diesem Grund gab es bereits im Jahr 2012 den Versuch eine Lernplattform (eLearning) erfolgreich umzusetzen. Wir, also eine ehemalige Schulkollegin und ich, tauften das Projekt “edu.ABI”. Es sollte eine von sozialen Netzwerken unabhängige Lernplattform darstellen und zugleich eine Verknüpfung zwischen aktuellen Lehrlingen und Absolventen bilden.
Leider war der Aufwand zu hoch, um das ganze am Leben zu erhalten, da der notwendige Content, aus Zeitmangel, nicht regelmäßig eingespeist werden konnte und die Kosten für Server, laufende Updates etc. nicht im Verhältnis zu den Nutzerzahlen standen.
Mir wird in den Kursen immer wieder die Fragen gestellt, “wie lerne ich eigentlich am besten?” oder “wann soll ich anfangen?” beziehungsweise im schlechtesten Fall: “ist es bei mir schon zu spät?”.

Es gibt hier, glaube ich, keine richtigen und keine falschen Antworten, zu mindest für mich als Aussenstehender. Ich kann schwer darüber entscheiden wann der beste Zeitpunkt zum lernen bei jeder Person ist. Was ich allerdings machen kann ist, Ratschläge zu geben und Methoden zu präsentieren.

Der Mensch ist ein Herdentier: das gründen von Lerngruppen
Für viele stellt es eine gewisse Motivation dar, in einer Gruppe zu lernen. Allerdings gibt es hier verschiedene Faktoren, die dazu beitragen, ob es zu einem Erfolg führt oder nicht. Sie sollten zum Beispiel bei der Wahl des Lernorts darauf achten, dass es eine ruhige Atmosphäre gibt und nicht ein wildes durcheinander im Hintergrund gibt. Sonst laufen sie Gefahr, dass es zu einer Reizüberflutung kommt und sie das Wissen nicht optimal sichern können. Die Bibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien bietet für Gruppenarbeiten eigene Projekträume (Anm.: für die Nutzung der Projekträume ist eine Inskrebtion an der WU erforderlich) oder so genannte „kommunikative Arbeitsbereiche“ an, in denen Sie sich ungestört unterhalten können.
Die Treffen sollten in regelmäßigen Abständen stattfinden. Überlegen Sie sich bereits vorab, welche Themengebiete relevant sind, um die Zeit effizient nutzen zu können und eine Planlosigkeit zu vermeiden. Machen Sie sich außerdem Gedanken darüber, in welchem Bereich Ihre Stärken und Schwächen liegen. So können Sie sich gegenseitig besser unterstützen.
Achten Sie jedoch auch darauf, dass Ihr persönliches Weiterkommen gegeben ist. In manchen Fällen kann eine Lerngruppe mehr störend, als erfolgreich sein.

Physisch vs. Digital
Das gründen von Gruppen im Internet kann seine Vor-, aber auch Nachteile beinhalten. Sie sollten zu allererst eine Plattform auswählen, die möglichst viele von Ihren Kolleginnen und Kollegen erreichen können. Haben Sie vor Dokumente (z.B. Skripten, Unterlagen aus dem Unterricht, usw.) zur Verfügung zur Verfügung zu stellen, beachten Sie bitte das Urheberrecht. Ohne Zustimmung des Autors, dürfen Sie die Dokumente nicht im Internet veröffentlichen.
Außerdem sollten Sie diverse Anbieter vergleichen. Die Plattform “examTime” ist zwar auf den ersten Blick völlig kostenlos, allerdings können Sie es nur beschränkt verwenden, außer Sie schließen ein Abo ab.
Alternativ dazu wäre, dass Sie sich ein Forum erstellen. Der Anbieter “forumprofi.de” bietet diverse Optionen an und das ganze kostenlos. Es mag zwar am Anfang ein wenig mühselig erscheinen, aber Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie entscheiden können, wie welcher Bereich aussehen kann, welche Funktionen freigeschaltet werden und so weiter.
Die Nutzung von sozialen Netzwerken (wie z.B. Facebook) als eLearning Plattform sollte gut überdenkt werden Sollte der Content für jeden zugänglich sein (Open Access), ist eher davon abzuraten. Denn es gibt nunmal Personen, die nicht auf diesen Seiten registriert sind und man darf es ihnen auch nicht übel nehmen.

Manche Menschen haben Prioritäten
es kann für Sie sehr hilfreich sein eine Themenübersicht auszuarbeiten und diese mit Prioritäten zu versehen. Sie benötigen hierfür nur ein paar Ziffern, zum Beispiel 1 für eine hohe Priorität und 3 für eine eher geringe. Sie erhalten mit den Kursunterlagen eine sehr umfangreiche und detaillierte Themenübersicht. Wenn Sie mit dieser Lernen, dürfte einer erfolgreichen Lehrabschlussprüfung nichts mehr im Wege stehen.
Vergessen Sie nur nicht darauf, die Liste zu pflegen. Nur dann macht sie Sinn.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir Ihre persönliche Strategie mitteilen würden. So kann ich in Zukunft noch besser auf alle Personen eingehen!

Liebe Grüße
Andreas